Hochtechnologie und Nachhaltigkeit verbunden – der Weg zu einer zukunftsfähigen Schweiz | Demain

Für die Schweiz von morgen

Die Schweiz steht gut da, und das hat Gründe: Innovationskraft, Stabilität und der Mut, einen eigenen Weg zu gehen, haben einen enormen Wohlstand geschaffen. Soweit die gute Nachricht.

Die weniger gute: 83 Prozent der Bevölkerung empfinden den Zusammenhalt in der Schweiz als rückläufig. So das Meinungsforschungsinstitut Sotomo im November 2024. Das ist ein alarmierender Befund. Wenn der Zusammenhalt bröckelt, bröckelt das Fundament unserer Gesellschaft.

Was ist passiert?

In Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Medien haben sich geschlossene Zirkel gebildet. Die führenden Köpfe holen Gesinnungsgenossen mit ähnlicher Ausbildung, ähnlicher Denkweise und ähnlichen Netzwerken in ihre Reihen. Wer dazugehört, fördert seinesgleichen. Wer anders denkt, bleibt aussen vor. In der Soziologie heisst das Kooptation: Bestehende Eliten wählen Nachfolger, die ihnen ähnlich sind. Es kommt also weniger auf die Eignung für die Position an als auf die Nähe zu den aktuellen Amtsinhabern.

In einem Unternehmen, das im Wettbewerb bestehen muss, würde so etwas nicht funktionieren. Auch dort sind Netzwerke hilfreich. Aber am Ende kommt es darauf an, ob man die Probleme zu lösen versteht, um die es in der Führungsposition geht. Wer das nicht schafft, kann sich nicht lange halten.

Die Folgen dieser Entwicklung trägt das ganze Land. Während die elitären Zirkel sich gegenseitig in Amt und Würden halten, bleiben die wichtigen Herausforderungen der Schweiz ungelöst – weil den verantwortlichen Personen das Talent oder die Erfahrung fehlt, tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Warum Unternehmergeist den Unterschied macht

In den geschlossenen Zirkeln zählt vor allem die Zugehörigkeit. In der Wirtschaft zählt das Ergebnis. Wer ein Produkt auf den Markt bringt, das niemand kauft, muss den Verlust verkraften – das kann an die Existenz gehen. Es reicht eben nicht, in guter Gesellschaft zu sein. Das Produkt muss funktionieren und die Bedürfnisse seiner Käufer zu wettbewerbsfähigen Konditionen erfüllen. Erst dann hat es seine Feuerprobe bestanden.

Genau diese Kultur braucht die Schweizer Politik. Wer ein Problem lösen will, macht sich sachkundig, wägt ab, nutzt die Forschungsergebnisse und Technologien, die ihm helfen können – und macht sich auf den Weg. Er übernimmt Verantwortung für das Ergebnis. Am Ende zählt nicht, wer die besten Verbindungen hat, sondern wer die besten Lösungen liefert.

Was das konkret heisst

In der Schweizer Politik muss sich etwas ändern. Debatten müssen wieder mit Respekt vor dem politischen Gegner geführt werden. Wie soll unser Land vorankommen, wenn Polemik und Effekthascherei die politische Debatte dominieren? Wir brauchen bessere Argumente, solidere Analysen und vorausschauendes Handeln. Eine Politik, die nicht kurzfristig gefallen will, sondern nachhaltig funktioniert.

Ein wichtiger Effekt dieser unternehmerischen Perspektive wäre der Abbau hinderlicher Regulierung. Die Schweizer Bürokratie wächst schneller als die Wirtschaft: Zwischen 2011 und 2022 stieg die Beschäftigung im staatlichen Sektor um 19,3 Prozent, in der Privatwirtschaft nur um 14 Prozent. 2015 hat das Parlament den Personalbestand des Bundes bei 35'000 Stellen eingefroren – heute sind es rund 39'000. Und die vermeidbare Bürokratie kostet die Schweiz jährlich 30 Milliarden Franken. Das kann nicht lange gut gehen. Wir brauchen einen regulatorischen Rahmen, in dem die Unternehmen blühen können, die jeden Tag unseren Wohlstand erschaffen.

Ähnlich verhält es sich beim Klimaschutz – auch hier zeigt sich der Unterschied zwischen Angstmacherei und politischer Gestaltung. Die Schweiz ist in vielfacher Hinsicht heute schon vorbildlich: 68 Prozent unseres Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen. Unsere CO2-Emissionen pro Kopf sind seit 2010 um 35 Prozent gesunken – der EU-Durchschnitt liegt bei 24 Prozent. Und in den Schweizer Köpfen stecken noch viele Ideen: Seit 2010 sind über 560 Cleantech-Unternehmen entstanden. Climeworks aus Zürich ist weltweit führend in der CO2-Abscheidung aus der Luft – ein Durchbruch, der an der ETH begann. Diesen Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft und gemeinnützigen Organisationen sollten wir zuhören – und diejenigen belohnen, die nicht nur reden, sondern etwas in Bewegung bringen.

Was Demain dafür tut

Demain geht aktiv auf Politiker, Fachleute, Unternehmer und engagierte Bürger zu, um eine neue Gesprächskultur in Gang zu bringen – eine, die der Zukunftsfähigkeit der Schweiz neue Impulse gibt.

Dafür entwickeln wir Veranstaltungsformate, die über das hinausgehen, was die politische Debatte heute bietet. In unserer Lösungswerkstatt bringen wir Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven an einen Tisch, um gemeinsam tragfähige Ansätze für die drängenden Fragen unseres Landes zu erarbeiten. In unseren Podien schaffen wir Raum für den offenen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – ohne Scheuklappen und ohne Lagerdenken.

Wir glauben: Nicht die Rechten oder die Linken werden die Zukunft dieses Landes gestalten, sondern die Engagierten – Menschen, die für ihre Ideen brennen und mit ihrem Schöpfergeist heute die Weichen für die Zukunft stellen.

Impulse für die Schweiz

Demain möchte eine Schweiz, die wieder als Gemeinschaft zusammenhält und sich selbstbestimmt in die Zukunft bewegt. Wir sind nicht neutral, aber wir sind sachlich. Wo wir stehen lesen Sie in unseren Beiträgen.