
Politik unternehmerisch angehen
Die Schweiz kann viel. Unternehmen entwickeln Produkte, Forscher treiben neue Technologien voran, Menschen bilden sich weiter, Gemeinden halten ihre Infrastruktur in Schuss. Aber viele politische Probleme bleiben liegen. Verfahren dauern Jahre. Zuständigkeiten verschwimmen. Entscheide werden vertagt, bis sie teurer werden.
Die Quelle des Wohlstands
Wohlstand entsteht nicht von selbst. Er entsteht dort, wo Menschen arbeiten, Unternehmen gründen, investieren, Risiken eingehen und Innovation ermöglichen. Von diesem Wohlstand profitieren Arbeitnehmer, Familien, Gemeinden und letztlich auch der Staat.
Was Unternehmer täglich tun
Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht klüger als andere Menschen. Aber sie müssen Veränderungen früh wahrnehmen, richtig einschätzen und rechtzeitig beantworten. Was verändert sich im Markt, bei den Kunden, bei den Kosten oder in der Technik? Welche Antwort ist tragfähig? Was muss jetzt umgesetzt werden?
Wer zu langsam reagiert, verliert Aufträge. Wer oberflächlich analysiert, setzt auf die falsche Lösung. Wer Fehler nicht korrigiert, verliert Mitarbeitende oder wird von seinen Wettbewerbern aus dem Markt gedrängt.
Politik tickt anders
Politik ist kein Markt. Ein Markt fragt nicht nach Mehrheiten. Er zeigt oft brutal, ob eine Lösung funktioniert oder nicht. Politik muss mehr leisten: Mehrheiten finden, Minderheiten achten, Verfahren einhalten, Entscheidungen öffentlich begründen. Unternehmer können die Politik deshalb nicht übernehmen, und sie sollten es auch nicht.
Über die Schulter schauen
Aber ein fremder Erfahrungsraum kann inspirieren. Ein Bio-Landwirt kann einem Maschinenbauunternehmen nicht erklären, wie Industrie nachhaltig wird. Dafür kennt er die Fabrik, die Lieferketten und die technischen Zwänge zu wenig. Aber er kann Fragen stellen, die im Betrieb niemand mehr stellt. Er kann zeigen, wie anders man denkt, wenn man in Fruchtfolgen, Böden und Generationen rechnet.
So versteht Demain den Austausch zwischen Unternehmertum und Politik: als Einladung, einander über die Schulter zu schauen. Was davon in der Politik hilft, entscheidet die Politik selbst.
Was Demain dafür tut
Demain will diesen unternehmerischen Ansatz für die Politik erlebbar machen: im persönlichen Dialog mit politischen Talenten, in der Arbeit an konkreten Themen und in Veranstaltungen, in denen Unternehmer, Politiker und Fachleute über dringende Zukunftsfragen sprechen.
Es geht nicht darum, fertige Antworten zu liefern. Es geht darum, Debatten faktennäher zu führen, den Austausch über Lagergrenzen hinweg zu fördern und unternehmerische Erfahrung dort einzubringen, wo sie eine Diskussion weiterbringen kann.
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