Solidarität mit Verantwortung – die Grundlage sozialer Gerechtigkeit | Demain

Soziale Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit ist eine moderne Errungenschaft, für die es sich zu streiten lohnt. Es gehört zum zivilisierten Umgang miteinander, dass die Starken sich nicht einfach nehmen, was sie wollen und dass die Schwachen nicht unter die Räder kommen. Die Schweiz hilft Menschen, die unverschuldet in Not geraten – Schweizer, die krank oder arbeitslos werden, oder Ausländer, die aus ihrer Heimat fliehen müssen.

Den Schwachen zu helfen ist eine gute Sache, darüber sind sich alle einig. Der Streit beginnt, wenn zu klären ist, unter welchen Bedingungen, wie viel und wie lange Hilfe gewährt wird. Demain glaubt, dass es darüber eigentlich einen breiten Konsens in der Schweizer Gesellschaft gibt. Wir wollen, dass dieser Konsens in Zukunft die politische Debatte stärker prägt.

Hilfe gewähren und Hilfe empfangen.

Stellen Sie sich die folgende Situation vor: In einem Schweizer Bergdorf schlägt der Blitz in eines der Häuser ein. Das Haus brennt bis auf die Grundmauern ab. Die Familie kann sich retten, ist aber obdachlos und hat ihr Hab und Gut verloren.

Was passiert jetzt?

Einer der Nachbarn hat ein großes Haus und nimmt die Familie bei sich auf. Im ganzen Dorf wird gesammelt: Kleider, Lebensmittel, Mobiliar. Dieses Arrangement funktioniert nicht ganz reibungslos. Aber die Zeiten sind schwer und dann heißt es zusammenrücken und Rücksicht nehmen. Die vom Schicksal gezeichnete Familie muss Abstriche machen. Sie ist vom Wohlwollen des Dorfes abhängig und verhält sich entsprechend. Sie passt sich an die Wünsche ihres Gastgebers an, weil selbstverständlich ist, dass in seinem Haus seine Regeln gelten.

Genau so versteht Demain den Begriff Soziale Gerechtigkeit: Wir leisten zeitlich und finanziell begrenzte Hilfe zur Selbsthilfe. Wer Hilfen empfängt, muss sich bemühen, wieder selbstständig zu werden. Und wer aus dem Ausland zu uns flüchtet, muss unsere Gesetze und Werte achten, um sein Gastrecht nicht zu verlieren.

Hilfsbereitschaft im Vergleich

Die Schweiz ist ein soziales Land. Sie wendet für Sozialhilfe über ein Viertel (26,6%) ihrer Wirtschaftsleistung auf – weit mehr als der europäische Durchschnitt (23,2%).

Auch international ist die Schweiz engagiert. Als kleines Land kann sie nicht das Leid der ganzen Welt abschaffen. Sie trägt ihren fairen Anteil an internationalen Lasten. Bei der Entwicklungshilfe steht sie im OECD-Vergleich mit 4,6 Milliarden US-Dollar auf Platz 11 der 32 DAC-Länder.

Sie prüft mehr Asylanträge pro Kopf (3,4 je 1.000 Einwohner) als der EU-Durchschnitt (2.1) und gewährt öfter Schutz (69%) als im EU-Durchschnitt (42%).

Mit Augenmass voran

Demain ist für grosszügige Hilfe, damit Schicksalsschläge niemandem die Zukunft verbauen.

Aber wer es am eigenen Engagement mangeln lässt, das System ausnützt oder sein Gastrecht verwirkt, kann nicht auf unsere Unterstützung hoffen.

Wir glauben, dass viele Menschen in der Schweiz so denken und möchten diese Haltung in die politische Debatte um soziale Gerechtigkeit einbringen.

Impulse für die Schweiz

Demain möchte eine Schweiz, die wieder als Gemeinschaft zusammenhält und sich selbstbestimmt in die Zukunft bewegt. Wir sind nicht neutral, aber wir sind sachlich. Wo wir stehen lesen Sie in unseren Beiträgen.